Was IT-Systemhäuser von Barbie lernen können

Der Barbie-Film von Greta Gerwig, der diesen Sommer 2023 die Kinoleinwände eroberte, sorgte nicht nur für Kindheitserinnerungen, die Verbreitung von feministischen Inhalten für eine breite Masse und volle Kinosäle, sondern liefert auch einige wertvolle Erkenntnisse für IT-Systemhäuser, insbesondere in Bezug auf Social-Media-Marketing. Dieser Blogbeitrag wirft einen Blick auf die Marketingstrategien des Films und zeigt auf, welche Lehren IT-Systemhäuser daraus ziehen können, um ihre Online-Präsenz zu optimieren.
Darum geht es:

Zielgruppengerechtes Marketing

Seine Zielgruppe mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen genau zu kennen, ist ein entscheidender Schritt, um Marketing-Maßnahmen effektiv auf die richtigen Personen auszurichten. Der Barbie-Film war ein Meisterwerk in Bezug auf zielgruppenzentriertes Marketing. Das Team hinter dem Film kannte seine Zielgruppe genau und entwickelte Inhalte, die auf die Interessen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten waren.

IT-Systemhäuser sollten sich ebenfalls intensiv mit ihrer Zielgruppe auseinandersetzen, um maßgeschneiderte Inhalte und Marketingstrategien zu erstellen, die auf deren Anforderungen und Wünsche zugeschnitten sind. Aber wie genau geht das?

Eine erste Anlaufstelle bieten euch Marktforschungs-Institute. Diese veröffentlichen regelmäßig Studien, Umfragen und Analysen zu bestimmten Zielgruppen mit Informationen zu Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und geographischer Lage.

Egal ob Kunden oder Mitarbeiter: Ihr habt auf beiden Seiten Personen, die ihr nach Bewertungen fragen könnt, um mehr über ihre Bedürfnisse, Präferenzen und Gewohnheiten zu erfahren. Das kann euch helfen, euer Marketing gezielter auszurichten. Alternativ könnt ihr auch bestehende Daten eurer Kunden nutzen, um Muster und Trends zu identifizieren.

Ganz klassisch darf natürlich eine Wettbewerbsanalyse nicht fehlen, bei der ihr betrachtet, wie eure Mitwettbewerber im Bereich Marketing aufgestellt sind.

Erstellt sogenannte Käufer-Personas. Das sind fiktive Profile eurer idealen Kunden. Sie basieren auf gesammelten Daten und helfen euch dabei, euch besser in die Zielgruppe hinein zu versetzen.

Euer Vertriebsteam hat den direkten Kontakt zu den Kunden. Sie können euch wertvolles Feedback zu der Zielgruppe geben, indem sie deren Fragen, Bedenken und Anforderungen erfassen.

Führt A/B-Tests durch, um verschiedene Marketingansätze (z.B. im E-Mail-Marketing , Anzeigen oder Website-Inhalten) zu vergleichen und herauszufinden, welche besser bei eurer Zielgruppe funktioniert.

Website-Analysetools wie Google Analytics helfen euch, Informationen darüber zu sammeln, wer eure Website besucht, wie lange sie bleiben und welche Seiten sie besuchen. Das kann nützliche Erkenntnisse für eure Marketing-Strategie bringen.

Haltet euch über aktuelle Trends und Entwicklungen im Marketing auf dem Laufenden. Dies kann euch dabei helfen, vorherzusagen, wie sich eure Zielgruppe verändern könnte. Ein paar der wichtigsten Social Media Trends im Jahr 2023 haben wir euch in einem Blogbeitrag bereits zusammengefasst.

Die "Brotkrumen"-Strategie

Zu sehen ist ein Foto der Schauspieler*innen Margot Robbie und Ryan Gosling am Filmset von Barbie.

Quelle: https://people.com/movies/margot-robbie-mortified-by-barbie-set-attention/

In einem Interview mit dem Branchen-Magazin „Variety“ erklärt Josh Goldstine, Marketing-Präsident bei Warner Bros., wie er selbst den „Barbie“-Hype erlebt hat. Es fing alles bereits ein Jahr vor Filmstart an, als Warner Bros. auf der CinemaCon ein einziges Bild von Barbie in ihrer Corvette in Barbieland veröffentlicht hat. „Das war einer dieser Momente, die sich verselbstständigt haben“, erklärt er. Wenig später fand der Dreh in Santa Monica statt. Fotos vom Set gingen daraufhin viral. 

Die Werbestrategie dahinter nennt er „Brotkrumen“-Strategie. Der Zielgruppe werden schrittweise kleine Elemente des Produkts (in diesem Fall des Films) gezeigt, um ihre Neugierde zu wecken und Aufmerksamkeit zu erzeugen. 

Auch das ist ein interessantes Vorbild für IT-Systemhäuser. Hier sind einige Beispiele, wie ihr eine eigene Brotkrumen-Spur in eurer Region verteilen könnt:

Lokalen Content erstellen: Am einfachsten könnt ihr starten, indem ihr Inhalte erstellt, die speziell auf lokale Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Beispielsweise Fallstudien von Projekten aus der Region oder Event-Nachberichte von lokalen Ereignissen wie Firmenläufe, Messen usw.

Kooperationen mit lokalen Organisationen: Kooperiert mit lokalen Wirtschaftsverbänden, Kammern und anderen Organisationen, um euer IT-Systemhaus vor Ort bekannt zu machen und mit anderen Firmen in Kontakt zu treten.

Lokale Veranstaltungen & Workshops: Organisiert lokale Workshops, Seminare oder Networking-Veranstaltungen zu relevanten IT-Themen. So könnt ihr persönliche Beziehungen in der Region aufbauen und euer Fachwissen demonstrieren.

Lokale Nachrichten & Medien: Haltet eure lokalen Medien auf dem Laufenden über eure Aktivitäten, Erfolgsgeschichten und Expertise. Auf diese Weise könnt ihr eure Bekanntheit steigern.

Lokales Community Engagement: Engagiert euch aktiv in euer Gemeinschaft, indem ihr an Wohltätigkeitsveranstaltungen teilnehmt oder lokale Bildungseinrichtungen unterstützt. So zeigt ihr euer Interesse an der lokalen Entwicklung.

Einsatz von Social Media

Das Marketing-Team hinter dem Barbie-Film setzte stark auf Social Media, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erregen. Hierbei wurden nicht nur die üblichen Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram genutzt, sondern auch aufstrebende Plattformen wie TikTok und Snapchat, die von der Zielgruppe bevorzugt werden. IT-Systemhäuser sollten Social Media als einen zentralen Bestandteil ihrer Marketingstrategie betrachten und stets auf dem neuesten Stand der Plattformen bleiben, um ihre Zielgruppe optimal zu erreichen. Für die junge Zielgruppe sind vor allem Instagram und TikTok relevant, die du perfekt zur Mitarbeiter-Akquise nutzen kann. Aber auch Facebook mit seinen themenspezifischen Gruppen sind gerade für IT-Systemhäuser eine interessante Plattform, um sich mit der Zielgruppe zu vernetzen. Natürlich darf im Rahmen der Mitarbeitergewinnung auch LinkedIn nicht fehlen.

Storytelling & Engagement

Der Film erzählt eine fesselnde Geschichte und involviert die Zielgruppe aktiv in die Handlung. Dieses Storytelling und das Engagement der Fans trugen zur viralen Verbreitung bei. Ganz Instagram und TikTok waren Ende Juli voll mit Barbie-Content. Seien es Rezepte für Barbie-Drinks, die Choreographie zum Tanz der Kens als auch das Song-Album zum Film – man kam nicht an Barbie vorbei, wenn man online unterwegs war. 

IT-Systemhäuser können von dieser Taktik profitieren, indem sie Geschichten über ihre Dienstleistungen, Projekte oder Erfolgsgeschichten online teilen und die Interaktion mit ihrer Zielgruppe aktiv fördern. Dabei sind vor allem lokale Facebook-Gruppen relevant, um seine Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu erhöhen. In einem weiteren Blogbeitrag haben wir euch weitere Tipps für eine höhere Reichweite und Engagement-Rate auf Instagram zusammengefasst. 

Kreatives Content-Marketing

Barbie hat uns gezeigt, wie kreatives Content-Marketing den Unterschied ausmachen kann. Von unterhaltsamen Videos bis hin zu interaktiven Spielen bot der Film eine Vielzahl von Inhalten, die die Zielgruppe begeisterten. 

IT-Systemhäuser sollten sich bemühen, kreative und ansprechende Inhalte mit Mehrwert für die Zielgruppe zu erstellen, die die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich ziehen und halten. In einem älteren Blogbeitrag haben wir euch verschiedene Content-Arten und Formate vorgestellt!

Einheitliches Branding für mehr Reichweite

Zu sehen ist das Barbie-Logo

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Barbie

Wer an Barbie denkt, wird wahrscheinlich recht schnell auch an die Farbe pink denken. Durch diese unverwechselbare Farbe und andere wiederkehrende Design-Elemente wie der unverwechselbare Barbie-Schriftzug sorgt Barbie für einheitliches und einzigartiges Branding, welches sofort der Marke zugeordnet werden kann.

Auch diesen Tipp können sich IT-Systemhäuser abschauen und bei all ihren Inhalten auf ein einheitliches Bild achten – selbe Farben, selbe Schriftart und wiederkehrende Elemente helfen dabei. Mehr Informationen zum Thema Branding und wie ihr dadurch mehr Sichtbarkeit erhaltet, haben wir euch in einem unserer früheren Blogbeiträge bereitgestellt.

Partnerschaften & Kooperationen

Um den Film zu bewerben und eine große Reichweite zu erzeugen, arbeitete das Team um den Barbie-Film mit Influencern und über 100 Partner-Marken zusammen, um seine Reichweite zu vergrößern. Auf diese Weise können die Barbie-Fans nicht nur den Film sehen, sondern danach Barbie-Burger, Barbie-Limonade und Barbie-Eis essen und sich die passenden Klamotten von Gap, Zara und Primark kaufen. Dies führte zu einer verstärkten Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für den Film. 

IT-Systemhäuser sollten in Erwägung ziehen, für sie passende Partnerschaften einzugehen, um ihr Fachwissen und ihre Reichweite zu steigern. Denkbar wären im Sinne der Mitarbeiter-Gewinnung zum Beispiel Partnerschaften mit lokalen Läden, Vereinen/ Verbänden oder auch anderen Firmen. 

Kurz gesagt

Barbie zeigt, dass eine intelligente Social-Media-Marketingstrategie in Verbindung mit zielgruppenzentriertem Marketing und kreativem Content-Marketing einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg haben kann. IT-Systemhäuser sollten diese Lehren nutzen, um ihre Marketingbemühungen zu optimieren und sich in der digitalen Welt erfolgreich zu positionieren. So wie der Barbie-Film die Herzen der Zielgruppe eroberte, können auch IT-Systemhäuser ihre Kundenbindung und Reichweite steigern.

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